14. WIR KINDER DER FREIHEIT
Sabine und Robert Schurmann, Eden Deutschland
Als Kinder in den 1950er oder 1960er Jahren können wir zurückblickend kaum glauben, dass wir bis heute überlebt haben! Hatten wir doch keine Playstation, keinen Computer, kein Smartphone, keine Designer-Klamotten und keine Videofilme im Surround-Sound. Wir verließen das Haus zum Spielen, trafen unsere Freunde auf der Straße und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren, denn wir hatten ja kein Handy dabei.
Oder wir marschierten einfach zu unseren Freunden und klingelten an der Haustür. Manchmal mussten wir nicht einmal klingeln und gingen einfach so ins Haus. Ohne Termin und ohne Wissen der Eltern. Keiner brachte uns hin und keiner holte uns ab.
Wir dachten uns Spiele mit Gummibändern oder Bällen aus, bauten mit unseren Metall- oder Holzbaukästen imposante Fahrzeuge, Häuser und Türme, spielten mit Puppen, Teddys oder kleinen Modelleisenbahnen, schusserten auf der Straße mit Murmeln und Glaskugeln, ließen im Herbst unsere selbst gebauten Drachen steigen und rodelten im Winter mit Schwung von kleinen Anhöhen herab. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut genug war, musste lernen, mit Enttäuschungen klar zukommen.
Wenn wir zu faul zum Laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes, natürlich ohne Helm! Der strampelte sich ab und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Sattels festzuhalten. Wenn ein Reifen einen Platten hatte, lernten wir vom Vater, wie man den Schlauch selber flicken kann.
Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und verloren Zähne, aber niemand hatte Schuld außer wir selbst. Wir stritten miteinander und prügelten uns, aber unsere Eltern waren der Meinung, Kinder hätten ihre Probleme selbst zu lösen und mischten sich deshalb gar nicht ein. Wir naschten viele Süßigkeiten und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Außerdem aßen wir Würmer, aber die Prophezeiungen, dass sie in unseren Mägen weiter leben, trafen nicht ein.
Wir machten unsere Pausenbrote selber und wenn wir das vergaßen, hatten wir nichts zu essen, denn in der Schule konnte man nichts kaufen. McDonald’s, Dönerbude, Pizza-Ecke? Fehlanzeige!
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere, sie rasselten durch Prüfungen und mussten die Klasse wiederholen. Das führte damals nicht zu aufgeladenen Elternabenden. Wenn einer von uns etwas angestellt hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen.
Wir waren aber auch rebellisch. Wir hörten Elvis, die Beatles und Stones, tanzten Rock’n Roll und Twist, trugen dazu Blue Jeans, Petticoat oder Mini-Rock und ließen uns lange Haare wachsen. Mit dieser „Revolution“ haben wir die kleinbürgerliche Welt unserer Eltern nachhaltig ins Wanken gebracht. Unsere Generation hatte Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem lernten wir umzugehen!
WIR GEHÖREN ZU DIESER GENERATION!
Als Kinder in den 1950er oder 1960er Jahren können wir zurückblickend kaum glauben, dass wir bis heute überlebt haben! Hatten wir doch keine Playstation, keinen Computer, kein Smartphone, keine Designer-Klamotten und keine Videofilme im Surround-Sound. Wir verließen das Haus zum Spielen, trafen unsere Freunde auf der Straße und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren, denn wir hatten ja kein Handy dabei.
Oder wir marschierten einfach zu unseren Freunden und klingelten an der Haustür. Manchmal mussten wir nicht einmal klingeln und gingen einfach so ins Haus. Ohne Termin und ohne Wissen der Eltern. Keiner brachte uns hin und keiner holte uns ab.
Wir dachten uns Spiele mit Gummibändern oder Bällen aus, bauten mit unseren Metall- oder Holzbaukästen imposante Fahrzeuge, Häuser und Türme, spielten mit Puppen, Teddys oder kleinen Modelleisenbahnen, schusserten auf der Straße mit Murmeln und Glaskugeln, ließen im Herbst unsere selbst gebauten Drachen steigen und rodelten im Winter mit Schwung von kleinen Anhöhen herab. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut genug war, musste lernen, mit Enttäuschungen klar zukommen.
Wenn wir zu faul zum Laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes, natürlich ohne Helm! Der strampelte sich ab und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Sattels festzuhalten. Wenn ein Reifen einen Platten hatte, lernten wir vom Vater, wie man den Schlauch selber flicken kann.
Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und verloren Zähne, aber niemand hatte Schuld außer wir selbst. Wir stritten miteinander und prügelten uns, aber unsere Eltern waren der Meinung, Kinder hätten ihre Probleme selbst zu lösen und mischten sich deshalb gar nicht ein. Wir naschten viele Süßigkeiten und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Außerdem aßen wir Würmer, aber die Prophezeiungen, dass sie in unseren Mägen weiter leben, trafen nicht ein.
Wir machten unsere Pausenbrote selber und wenn wir das vergaßen, hatten wir nichts zu essen, denn in der Schule konnte man nichts kaufen. McDonald’s, Dönerbude, Pizza-Ecke? Fehlanzeige!
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere, sie rasselten durch Prüfungen und mussten die Klasse wiederholen. Das führte damals nicht zu aufgeladenen Elternabenden. Wenn einer von uns etwas angestellt hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen.
Wir waren aber auch rebellisch. Wir hörten Elvis, die Beatles und Stones, tanzten Rock’n Roll und Twist, trugen dazu Blue Jeans, Petticoat oder Mini-Rock und ließen uns lange Haare wachsen. Mit dieser „Revolution“ haben wir die kleinbürgerliche Welt unserer Eltern nachhaltig ins Wanken gebracht. Unsere Generation hatte Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem lernten wir umzugehen!
WIR GEHÖREN ZU DIESER GENERATION!





Ja, so lebten meine Kinder auch....und ich viel früher auch
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